Gemeinschaft
Gibt es oder gibt es nicht.
Es wird vielen jetzt zwar seltsam vorkommen, ein solches Thema hier zu lesen, aber es gehört nach den hier gemachten Erfahrungen doch dazu.
Es gibt Gemeinschaften, die von Anfang an funktionieren und welche, die nie laufen- man muß dabei ja immer bedeken, daß jeder Stall ohne Ausnahme eine zufällige Zwangsgemeinschaft von Menschen ist, die sich vorher zum größten Teil noch nie gesehen haben, aber sich nun fast jeden Tag meistens ein relativ kleines Gelände teilen sollen.
Oft hilft bei aufkommenden Unmut schon ein freundlicher Ton, ein nettes "Darf ich mal" statt "Mach ma Platz" oder einfach ganz normaler Umgangston (= Erwachsene Siezen, Guten Tag, Auf Wiedersehen) klingt schon viel freundlicher als "Ey, du!" oder wenn einem 10jährige Kinder, die man allenfalls von vorbeilaufen kennt, duzend vorschreiben wollen, wann man als berufstätiger Erwachsener sein Pferd zu bewegen hat. Alles schon vorgekommen- leider. Da hilft dann - ebenfalls leider- eben nur noch ein deutlicher Hinweis auf eben genannte normale Umgangsformen, auch wenn man das eigentlich gar nicht will.
Gewisse Regeln im Umgang miteinander sollten einfach befolgt werden, das ist für alle von Vorteil, so z.B. das Bahnregeln beachtet weden (von jedem, also sowohl von Reitanfänger als auch vom Reitlehrer), in Ställen, in denen Bahnregeln nicht befolgt werden, kann man meistens nicht viel lernen und macht das Reiten auch kaum noch Spaß, weil man nur noch am Aufpassen ist, das man nicht von irgendwem umgeritten wird.
Eine gewisse Ordnung für alle muß also einfach sein, will man nicht im Chaos enden.
Wenn das andersherum allerdings dazu führt, das von den Mitreitern schon bemängelt wird, das der Schweif des Pferdes nicht "korrekt" gerade geschnitten ist , sollte man sich doch überlegen, ob DAS nicht doch auch ein kleines bißchen zu weit geht...die Mitte muß ohnehin jeder für sich finden, Extreme sollte man aber meiden.
Hat man Gleichgesinnte gefunden, kann eine Gemeinschaft einfach klasse sein, und beschränkt sich meistens nicht nur auf das einfache Reiten, sondern auch auf ein kleines Picknick auf der Weide und andere kleine Unternehmungen.
Eines muß man hier aber sagen- Stallgemeinschaften halten erfahrungsgemäß nur solange, wie die Besitzer auch in der Lage sind, ihr Hobby zu finazieren. D.h. wenn ein, zwei Besitzer, die man sehr mag, ihre Pferde weggeben müssen, weil irgendetwas dazwischenkam (Krankheit, andere Umstände, wie Wohnortwechsel aus beruflichen Gründen usw.), kann eine bis dahin funktionierende Gemeinschaft leider schnell auseinanderfallen- daher sollte man sie genießen, solange sie da ist, sie aber nicht mit seinem zu Hause und der eingenen Familie verwechseln.
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Pferd: Hannoveraner mit hohem Vollblutanteil
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