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Stallbau

Wer wirklich vorhat, einen Stall zu bauen- sei es für sich oder auch für andere, für den seien hier ein paar Tipps genannt, die aus langen Jahren Reiterei resultieren. Einiges kann man auch bei  jedem anderen Stall anwenden, vielleicht ist  ja noch eine Idee für Ihren Stall dabei.
Allerdings- das müssen wir hier deutlich sagen, ist das hier unsere Meinung, die nicht unbedingt mit anderen übereinstimmen muß, und soll auch nur als Anreiz und für "neue" Ideen sein und sorgen.

Es gibt jedem, der sein Pferd bei einem anderen unterstellen will, ein gutes Gefühl, wenn der Stall und die Umgebung ordentlich und gepflegt sind. Holz bringt immer Wärme, und auch wirkt z.B. ein Aufenthaltsraum für die Besitzer viel gemütlicher, wenn dort nicht nur eine einsame Neonröhre ihr Licht verbreitet, sondern auch mal eine Tischdecke da liegt. Meistens zieht das dann auch freundliche Mitreiter an- es ist einfach gemütlicher.
Schön ist es für jedes Pferd, wenn der Reitplatz zwar direkt am Stall, aber abgewandt von diesem liegt, weil die Pferde in den Boxen dann nicht den Staub abbekommen, und ein Reitplatz, auf dem viel los ist- gemeint sind hier viele  verschiedene Hindernisse- und auch Naturhindernisse, die man noch anders benutzen kann (z.B. ein Billiard, auf dem man auch herrlich sitzen und mal den anderen beim reiten zusehen kann)- bringen Leben auf den Platz. In einem Stall fand sich ein großer, alter Baum mit Sitzplatz (erhöht)  zum umreiten- also durchaus nicht in einer Ecke oder mitten auf dem Platz-, eine ebenso schöne Gelegenheit, den anderen beim Reiten im Sommer zuzusehen, die auch genutzt wird.
Kleine Hecken sind wundervolle Abgrenzungen für einen Reitplatz oder ein Viereck auf einem größeren Reitplatz und halten den Sand gut zurück. Auch sonst wirkt ein Stall mit gepflegten Hecken und Rasenflächen sofort ordentlich- und falls in Ihrem Stall noch keine da sind, es kostet nicht die Welt und läßt sich meistens mühelos "nachrüsten".
Stehen die Pferde in Boxen, wollen sie auch gerne mal frei laufen, und dafür sollte ein Longierzirkel da sein- nur viereckig statt rund, denn welches Pferd will schon gerne immer nur im Kreis rennen? Meistens bietet sich dafür eine Hoffläche an.
Das bringt auch ein weiteres Problem zu Fall- nämlich (zu) weite Wege.
Muß man als Besitzer sein Pferd erst mal mühevoll irgendwo suchen, ist es mit dem Spaß am reiten bald vorbei- man hat einfach keine Zeit mehr dazu.
Über graue Teppichfetzten als Bodenbelag sind die Meinungen geteilt- wir mögen sie nicht. Die optische Unruhe, die man damit beim Reiten hat, wirkt alles andere als entspannend, denn heutzutage, zu einer Zeit, in der die meisten einen erheblichen Teil ihrer Zeit vor einem Computer verbringen und sowieso schon dauernd Flackerbilder beim hin- und herschalten sehen, sollte zumindest in der Freizeit auf eine optisch ruhige Umgebung - also normalen Sand bzw. Reithallenboden- Wert gelegt werden.
Angenehm sind als Baumaterialien Holz und Ziegel, das oben ja schon angesprochen wurde, da es immer sauber und ordentlich aussieht und beide eine warme Farbe haben. Auch werden kleinere Bohrlöcher nicht allzuübel genommen, da ja z.B. bei Zieglen kein Putz vorhanden ist. In den Innenräumen allerdings sollten die Wände verputzt sein, alles andere wirkt unfertig und roh.
Wer mag, kann auch die Wände in den Ställen halbhoch grün streichen- das sieht bei Pferden, wenn die Sonne hereinscheint, einfach toll aus.
Hier können natürlich nur wenige Punkte angesprochen werden, aber manches kann man vielleicht auch nachträglich noch "einbauen", und manch ein Reiter fühlt sich mit einer richtigen Lampe und Gardinen an den Fenstern im Aufenthaltsraum  einfach gleich viel wohler, bei manchen dieser herkömmlichen Räume hat man ja das Gefühl, man solle möglichst schnell dort wieder verschwinden...

 

   Um keinen Stall ins unrechte Licht zu stellen, haben wir hier einfach einen gebaut. Das der Kleber dabei leider nicht gehalten hat, bitten wir nachzusehen...
Hier sieht man aber deutlich, was wir meinen: ein bißchen Farbe, eine gute Ziegelmauer und geschnittene Hecken geben sofort einen Eindruck von ordentlich und sauber. Farbe, auch weiße, kostet nicht so viel, daß man eventuelle Schäden nicht sofort ausbessern könnte, und auch Hecken sind sehr pflegeleicht.

 


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